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- Nachrichten vom 08.09.2010
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VfL Wolfsburg
| Gründungsdatum | 12. September 1945 |
| Anschrift | In den Allerwiesen 1 |
| 38446 Wolfsburg | |
| Postanschrift | Postfach 10 10 09 |
| 38410 Wolfsburg | |
| Stadion | Volkswagen Arena (30 000 Plätze) |
| Vereinsfarben | grün-weiß |
| Aufsichtsratsvorsitzender | Dr. Francisco Javier Garcia Sanz |
| Cheftrainer | Steve McClaren (seit 26. Mai 2010) |
| Mitglieder | 16 100 |
| Größte Erfolge | |
| Deutscher Meister | 2009 |
| DFB-Pokal Finalist | 1995 |
| Internet | www.vfl-wolfsburg.de |
Ein neuer ehrgeiziger Trainer, ein deutscher Nationalspieler als Abwehrchef, und ein alter Bekannter als neuer Spielmacher: Der VfL Wolfsburg will nach Platz acht in der vergangenen Saison mit aller Macht zurück in den internationalen Wettbewerb. Der Meister von 2009 verpflichtete dafür den Engländer Steve McClaren als neuen Chefcoach sowie Ex-Nationalspieler Pierre Littbarski als Co-Trainer und investierte fast 40 Millionen Euro in den Spielerkader.
Dabei sind der Brasilianer Diego, der Ex-Bremer kam für rund 15 Millionen Euro von Juventus Turin, und Nationalspieler Arne Friedrich die prominentesten Neuzugänge der Niedersachsen. Bundesliga-Rückkehrer Diego unterzeichnete einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2014 und verdrängte mit Zvjezdan Misimovic (Galatasaray Istanbul) einen der besten Vorlagengeber der Liga aus dem Kader. Ballzauberer Diego ist der teuerste Zugang in der diesjährigen Sommer-Transferperiode. Mit knapp 40 Millionen Euro ist Wolfsburg obendrein Topinvestor der Bundesliga.
Der bei der WM auftrumpfende Innenverteidiger Friedrich kam vom Absteiger Hertha zum VW-Club. «Ich möchte noch einmal oben angreifen. Der VfL hat das Potenzial dazu», sagte Friedrich, der auch einen erneuten Meistertitel für den VfL wie 2009 für nicht ausgeschlossen hält: «Da hat Wolfsburg gezeigt, was hier möglich ist.» Zudem holte Manager Dieter Hoeneß Mittelfeldspieler Cicero (Hertha BSC), Stürmer Mario Mandzukic (Dinamo Zagreb), Verteidiger Simon Kjaer (US Palermo) und Offensivakteur Nassim Ben Khalifa (Grashhoppers Zürich).
Eine Transferabsage erteilte VfL-Manager Hoeneß dagegen seinem zunächst wechselwilligen Leistungsträger Edin Dzeko. In der Sommerpause war der Name des Bosniers mehrfach mit möglichen neuen Arbeitgebern in Verbindung gebracht worden. Dass Dzeko auch gut spielen kann, wenn sein Transferwunsch nicht erfüllt wird, hatte der Torjäger in der vergangenen Saison bewiesen, als er unbedingt zu seinem ausgemachten Lieblingsverein AC Mailand wechseln wollte. Der VfL sagte «nein» und der 24-Jährige wurde trotzdem mit 22 Toren Bundesliga-Torschützenkönig. «Alle Leute, die mich kennen, wissen ganz genau, dass ich auf dem Platz immer versuche, hundert Prozent Leistung zu geben», betonte Dzeko, für den der VfL im Falle eines Wechsels eine hohe Millionen-Ablöse kassiert hätte.
Der neue Coach ist jedenfalls froh seinen Topstürmer behalten zu dürfen. McClaren will wieder in der Spitzengruppe mitmischen: «Ich freue mich darauf, den Erfolg wieder zurückzubringen», sagte der Engländer, der in der abgelaufenen Saison Twente Enschede in den Niederlanden überraschend zum Meister machte.
Das Aufgebot:
Tor: 1* Diego Benaglio, 12 André Lenz, 35 Marwin Hitz
Abwehr: 3 Arne Friedrich, 4 Marcel Schäfer, 16 Fabian Johnson, 17 Alexander Madlung, 19 Peter Pekarik, 32 Sebastian Schinzielorz, 37 Sergej Karimow, 43 Andrea Barzagli
Mittelfeld: 7 Josué, 8 Thomas Kahlenberg, 11 Cicero, 13 Makoto Hasebe, 15 Karim Ziani, 20 Sascha Riether, 28 Diego, 34 Simon Kjær
Angriff: 9 Edin Dzeko, 18 Mario Mandzukic, 21 Nassim Ben Khalifa, 23 Grafite, 24 Ashkan Dejagah, 31 Caiuby
* Zahl ist jeweils die Rückennummer
(Stand: September 2010)
© sueddeutsche.de - erschienen am 09.09.2010 um 09:13 Uhr